LaborkaninchenHilfe

e.V.

(Ra-)Beas Homestorie

Hallo Leute! Ich bin‘s eure ehemalige Rabea, jetzt Bea 😊

Jetzt bin ich sage und schreibe schon seit März 2018 auf „freiem Fuß“ und habe seit dem 24.08.2018 einen Kumpel an meiner Seite. Aber dazu später mehr!

Zunächst einmal möchte ich mich bei dem ganzen Laborkaninchenhilfe-Team bedanken, dass ihr mich gerettet habt und ich im Frühjahr zu meiner Pflegemama ziehen durfte. Die hat mir das Leben außerhalb des Labors erst einmal Schritt für Schritt beibringen müssen - das war vielleicht aufregend! Es gab so vieles, was ich noch gar nicht kannte.

Als sie dann im August irgendwann mit einer Transportbox vor mir stand und irgendwas von „Abschied“ sagte, wurde mir ganz komisch. Sollte ich etwa wieder zurück ins Labor müssen?! Nach ein paar Minuten Auto fahren war es dann so weit: Sie übergab mich mir fremden Menschen! Weiter ging die Fahrt, bis ich dann in einem extra für mich eingerichteten Gehege ankam. Die Menschen redeten davon, dass ich mich nun erst einmal entspannen und ausruhen soll. Was hatten sie nur mit mir vor?! In den nächsten Tagen passierte das unglaubliche: Nämlich nichts! Sie haben mich einfach weiter Kaninchen sein lassen. Täglich gab es frisches Heu, leckeres Futter und auch meine Toilette wurde sauber gemacht - zumindest dann, wenn ich sie benutzt habe. Musste schließlich erst einmal alles markieren!

Die Tage vergingen und plötzlich hörte ich die Stimme meiner Pflegemama. Ich war verwirrt, schließlich ging es mir doch gut, was machte sie also hier? Die Menschen redeten irgendwas von "Stunde der Wahrheit". Bevor ich mir aber darüber weiter Gedanken machen konnte, wurde ich mit einem wirklichen Trampeltier (Kurze Info: Er kommt vom Land und sollte geschlachtet werden) in einem Bereich gelassen und vergesellschaftet. Das war was! Zunächst einmal hatte er Oberhand und ich bin immer vor ihm weggehoppelt, aber dann wendet sich das Blatt. Tataaaaa! Niko hatte nämlich kaum Kondition und wollte plötzlich nichts mehr mit mir zu tun haben. Dabei fand ich ihn wirklich toll! Insgesamt hat die Vergesellschaftung dann fast eine Woche gedauert, aber nun sind wir ein richtig tolles Traumpärchen. Zwar ist Niko viel schneller mit dem Essen und klaut mir dann auch gerne mal einen Dillstängel aus dem Mund (dürft euch das wie bei Susi und Strolch vorstellen), aber das sei ihm auch verziehen - bei seiner Vorgeschichte als dickes Kaninchen! Niko ist wirklich eine Raupe Nimmersatt, unglaublich! Böse bin ich ihm aber nie, schließlich geben uns die Zweibeiner immer genügend und an verschiedene Stellen zu essen.

Und was ich außer essen noch gerne mache? Das Leben genießen! Niko und ich toben tagsüber in unserem Außengehege rum und stören das Gras stets beim Wachsen. Auch testen wir täglich durchs Knabbern, ob das Holz (welches in unserem Stall verbaut wurde) noch gut ist. Könnte ja plötzlich schlecht werden - da müssen wir immer ein Auge drauf haben. Und dank einer Klappe in der Menschentüre, können wir tagsüber immer nach drinnen und draußen hoppel. Abends ist dann Schicht im Schacht und wir kommen rein. Das hab ich aber mega schnell verstanden - schließlich werden dann nochmal viele Leckereien serviert. Also ihr Lieben, wie ihr seht: Mir geht es richtig gut! Braucht euch keine Sorgen um mich machen, die verrückten Zweibeiner passen auf mich auf - versprochen!
Und was ich mir wünsche? Das viele meiner Artgenossen das erleben dürfen, was mir letztes Jahr passiert ist!

Viele liebe Grüße

Eure (Ra)Bea