LaborkaninchenHilfe

e.V.

 Homestories 

(hier berichten Laborihalter über Ihre Tiere)

 

Herr Müller-Lüdenscheid

 

Hallo zusammen!

Heute darf ich mich als Letzter im Bunde der 6 zu Wort melden.

Mein Name ist Herr Müller-Lüdenscheid und darauf bin ich sehr stolz! Leider höre ich diesen wundervollen Namen viel zu selten, ich werde immer nur „Müller“ gerufen… Tsss, aber ich will mal nicht so kleinlich sein. Bis auf die Tatsache mit dem Namen bin ich nämlich rundherum gut zufrieden! 

Wir waren in der Pflegestelle eine Gang mit 4 Mitgliedern, die anderen kennt ihr noch als Balin, Fred Feuerstein und Knut. Wir haben auch noch zwei Schwestern gehabt, die habe ich aber schon ewig nicht mehr gesehen…

Als wir in unsere Pflegestelle gezogen sind, haben wir den Laden dort erst einmal so richtig aufgemischt! Das war eine Riesengaudi, sag ich euch! Zusammen ist man halt stark und es macht einen riesigen Spaß, wenn man gemeinsam Unfug anstellen kann! Dann kam der Tag, an dem uns Balin und Fred verlassen haben, das habe ich nicht verstanden. Knut und ich waren sehr traurig, aber immerhin hatten wir noch uns. Aber dieses Glück war nicht von langer Dauer…

Plötzlich war Knut auch weg und ich war ganz allein. Das war vielleicht ein blödes Gefühl! Zusammen waren wir Helden, aber ohne meine Brüder fühlte ich mich total hilflos! Meine Pflegeeltern haben mich lange gekuschelt und mir gut zugeredet. Dabei fielen so Worte wie „gleich lernst Du Deine neuen Freunde kennen“… Ich wurde ein kurzes Stück getragen und wir gingen in ein Gebäude, wo ich noch nie zuvor gewesen bin. Ich hatte wirklich Angst, aber meine Menschen waren da und haben mir Mut zugesprochen. Dann habe ich die Chance bekommen, mich in Ruhe in der neuen Umgebung umzusehen. Abgesehen von der Tatsache, dass meine Brüder nicht da waren, war es toll! Ich hatte viel Platz und Sonne und Wind und Gras und Stroh, gutes Futter lag da rum, meine Menschen waren da und dann… Ein riesengroßes schwarzes Etwas! Ein wenig sah es aus wie meine Brüder, aber eben schwarz und riesig, und es kam auf mich zu, hat an mir geschnuppert und mich dann ein wenig gejagt! Im Nachhinein glaube ich, das war nicht böse gemeint, aber ich hatte so schlimme Angst, dass ich mich nur noch versteckt habe. Da habe ich drei volle Wochen durchgezogen! Ich lebte quasi im Untergrund und habe mich dort mit Futter versorgen lassen. Zwischendurch kamen andere Kaninchen (heute weiß ich, dass es Kaninchen sind), die sahen auch nicht aus wie meine Brüder. Sie waren grau, grau-weiß, irgendwie bunt, und halt auch der Schwarze. Aus meinem Versteck heraus habe ich sie mir genau angesehen und mir eingeprägt, wie sie zusammenhängen und miteinander agieren. Dann habe ich mir eines Tages ein Herz gefasst, habe mein Versteck verlassen und mich zu den anderen gesellt. Ich habe mir fast vor Angst einen Böbbel ins Fell gemacht! Aber wenn ich in meiner Jugendgang eines gelernt hatte, dann ist das selbstsicheres Auftreten… Von diesem Moment an war ich ein vollwertiges Mitglied dieser Gruppe! Der große schwarze ist Lennox.  Er schaut mich immer noch böse an, aber vielleicht kann er nicht anders Schauen. Die kleine bunte ist Nala, sie hält sich aus allem raus, aber sie teilt sich oft die Kohlrabiblätter mit mir, das finde ich voll nett. Hilde ist grau-weiß und genauso groß wie Lennox, aber sie hat immer einen so liebevollen Blick, die muss ich einfach lieb haben. Und dann ist da noch Oda, sie ist auch groß und grau. Sie hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und sorgt eigentlich immer dafür, dass es uns allen gut geht.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen… Ich hatte ja bereits geschrieben, dass ich meine Menschen immer bei mir hatte. Damit meine ich meine Pflegeeltern. Sie haben mich adoptiert. Das habe ich nicht direkt verstanden, aber Oda hat es mir dann erklärt. Ich freue mich riesig, dass sie mich behalten haben. Immer wenn sie ins Gehege kommen, dann laufe ich zu Ihnen und lasse mich kurz streicheln, dabei staube ich dann auch gelegentlich was Leckeres ab. Das Schönste daran ist aber, dass dieses Ritual etwas Gewohntes für mich ist. Als ich noch mit meinen Brüdern zusammen war, haben wir das immer genauso gemacht. Ich denke dann immer an „alte Zeiten“ und bin glücklich!

Lotta (ehem. Kaylee)

Hallo, hier bin ICH,

ihr kennt mich als Kaylee, aber inzwischen habe ich einen neuen Rufnamen. Ich heiße nun LOTTA und ich habe einen neuen Freund, den Strolchi.

Am 26. August 2017 bin ich bei Strolchi eingezogen. Vorher wurde seine Bude auf Hochglanz gebracht und er hat extra zu meinem Einzug neue Möbel bekommen.

Ich wurde von der neuen Futtersklavin schon sehnsüchtig erwartet, ich wurde nämlich mit dem Auto dorthin gefahren. Und dann wurde ich in das Gehege gesetzt, da kam Strolchi auf mich zu, der war mindestens doppelt so groß wie ich und ist gleich auf mich drauf gesprungen, naja ich habe es erstmal geduldet. War ja alles neu für mich. Ich glaube, der Strolchi wollte mein Chef werden, aber da hat er die Rechnung ohne mich gemacht. Also ich hatte da nämlich so einen Trick und nun gehört alles mir, das Gehege, der Gartenauslauf und der Strolchi, alles meins. Ihr wollt den Trick wissen? Ja also, dass ist etwas peinlich, ich habe nämlich gepinkelt und zwar nicht ins Klo, obwohl es genug Toiletten gab. Nein, ich habe den Strolchi angepinkelt, so im Vorbeihüpfen. Das ist nicht schön, ich weiss, es roch auch etwas und der Strolchi war schon ganz orange vom Pipi, was aber in seinem weißen Fell gar nicht so schlecht aussah, hihi.

Der Pinkelei habe ich auch meinen neuen Namen zu verdanken. Die neue Futtersklavin hat mich Pipilotta genannt, übel. Aber ich habe es trotzdem durchgezogen, nachdem Strolchi gelernt hatte, dass er mir gehört, gehe ich jetzt immer brav aufs Klo und nun heiße ich nur noch Lotta.

Ich habe es hier gut getroffen. Strolchi ist lieb, das Gehege groß und leckeres, frisches Futter gibt es auch. Am allerliebsten mag ich Cranberries und Erbsenflocken. Auch Klee, Sonnenblumenblätter und Süßkartoffel finde ich klasse. Von den superleckeren Dingen gibt es aber nur wenig. Ich habe ein wenig zugelegt *hüstel*, aber über das Gewicht spricht eine Dame ja nicht. Das beste ist der Gartenauslauf, ich warte schon immer an der Tür und wenn sie dann endlich aufgeht, dann fange ich sofort an zu buddeln und zu fressen, dann wieder buddeln und fressen. Ich liebe es draußen zu sein, den Garten habe ich schon nach meinen Wünschen umgestaltet. Es gibt hier aber noch jede Menge für mich zu tun. Tolles puscheliges Fell habe ich auch schon bekommen…. der Winter kann kommen! Und wisst Ihr… ich bin ja sooo gerne draußen! Aber wenn mein Frauchen mit der Leckerlieschüssel kommt, dann lasse ich alles stehen und liegen und hüpfe mit Strolchi um die Wette auf die Bank im Gehege, um als erste ein Leckerlie zu bekommen. Wir klettern richtig am Bein hoch, damit wir bloß nicht leer ausgehen. Frauchen hat manchmal Angst um ihre Finger…. aber die wollen wir ja gar nicht…. nur die Cranberries und Erbsenflocken!

Ich war auch schon mit Strolchi beim Impfen, mit Filavac. Gut, dass er dabei war, ich hatte Angst, aber ich habe mich ganz doll an ihn gekuschelt. Aber wieder Zuhause ist alles gut. Ich werde hier genauso geliebt, wie vorher in meiner Pfegestelle und ich bleibe für immer.

Tschüss, Eure LOTTA 

Greta und Zauberfee (ehem. Tina und Bina)

Hallo, wir sind Tina und Bina….. ach nee….. wir müssen uns erst daran gewöhnen… wir sind jetzt Greta und Zauberfee! Neues Leben …. neue Namen! Wie findet Ihr die Namen? Wir finden sie toll! Sie passen wunderbar in unser neues Leben! 

Wir haben einige Jahre in einem Labor verbracht und haben eigentlich dort schon ein wenig mehr Glück als andere Laborkaninchen gehabt, wir durften nämlich zu zweit die Zeit dort verbringen. Und dann durften wir endlich das Labor verlassen und ein schönes Zuhause suchen.

Das hat ein wenig gedauert und in der Zwischenzeit waren wir in einer Pflegestelle. Da war es auch schon ganz nett, aber man will ja was „Eigenes“ und somit haben wir natürlich weiter gesucht. 

Unser Traumzuhause haben wir dann endlich in einem schönen Außengehege mit drei weiteren Kaninchen gefunden. Die drei heißen Molli, Bilbo und Paulchen und wir mochten die drei sehr schnell leiden. Und es gibt Wiese zu futtern! Das ist klasse! Die Wiese schmeckt einfach köstlich. 

Ich, Greta, liebe das Buddeln und lege im gesamten Freigehege überall unterirdische Gänge an! Das macht total Spaß! Mein Zweibein wollte mir letztens einen Gang wieder zubuddeln… das hab ich aber nicht zugelassen…. hab ihr in die Schippe gebissen…. das wollen wir doch mal sehen, ob man meine Bauten so einfach so kaputt machen kann… tsss….! 

Mittlerweile bin ich auf dem rechten Auge erblindet. Das war ganz schön komisch, aber ich bin schnell damit klargekommen und habe mich auch fix in der Gruppe wieder damit arrangiert. Meine Partnerin, die Zauberfee, ist ein wenig schüchterner als ich, aber auch ihr gefällt es super hier in der Gruppe! Unser Zweibein sagt, sie ist mutiger und schneller als ich…. aber ich glaube das nicht…. 

So… nun haben wir Euch ein wenig von unserem schönen neuen Zuhause berichtet. Wir müssen nun weiter…. Tunnel buddeln und rumflitzen… 

Viele liebe Grüße von Greta und Zauberfee 

 Lolly Hope

Halllooo, ich möchte mich gerne vorstellen.

Ich bin Lolly Hope und durfte Mitte Februar das Versuchslabor verlassen. Anschließend kam ich zu meinen super tollen Pflegeeltern, die mir den Start ins Leben als Kaninchen so gut wie es nur geht, ermöglicht haben. Endlich habe ich richtiges Futter bekommen. Hier bekam ich jede Menge frisches Futter von den saftigen Wiesen. Das war alle so neu für mich. Besonders liebe ich Wicke und Bärenklau, aber was noch besser schmeckt sind Erbsenflocken und allgemein getreidefreie Leckerlis. Ich bekomme die aber nur manchmal, da man sagt ich sei etwas zu dick.

Im Juli hatte ich eine relativ lange Autofahrt, man war das langweilig.  Dann kam ich in meiner neuen Familie an. Alles war so anders und ich musste mich erstmal einfinden, was aber schnell funktionierte da ich ja so neugierig bin. Doch plötzlich standen vor mir drei weitere Kaninchen. Ich wusste nicht wie ich mich verhalten sollte und schon gar nichts was die von mir wollten. Ich lebte bisher alleine, ich kannte keine anderen Kaninchen, ich dachte es gebe nur mich und ich hatte Angst. Von den beiden Männern hier wurde ich aber gleich nett aufgenommen. Wir mussten nur am Anfang die Rangordnung klären, dass ging aber schnell.

Heute verstehe ich mich mit den beiden schon sehr gut. Ich werde auch schon fleißig geputzt. Nur mit dem anderen Mädel hier ist es noch etwas anstrengend. Sie will mir jeden Tag auf’s neue zeigen wer hier die Chefin ist. Ich mache mir da mittlerweile aber nicht mehr viel draus. Ich gebe einfach nach und deswegen ist es hier auch schon ruhiger geworden. Wir haben hier ganz viel Platz. Unser Schlafbereich umfasst ca. 18 qm und im Freilauf haben wir über 150qm. Da kann man sich so richtig austoben und in die Luft springen. Morgens, wenn es Futter gibt, stehen wir vier schon an der Tür und warten dass wir in den Garten können, da ist es nämlich viel aufregender als im Aussengehege.

Ich fühle mich hier pudelwohl. Eure Lolly

 Hermine

Liebe Leser, mein Name ist Hermine und ich wurde am 29. Oktober 2016 auf einem Versuchslabor entlassen. Ich hatte Glück und durfte nach nur einer Woche in meiner Pflegestelle in mein neues Zuhause ziehen, wo ich die Liebe meines Lebens traf. Meinen HARRY! Ich möchte euch hier nun ein wenig von meinem neuen Leben in Freiheit erzählen. Fangen wir vorne an… 

Nachdem ich mit meiner Pflegemama ins Auto gestiegen bin, folgte etwa eine Stunde Fahrt auf der Autobahn. Irgendwann stoppten wir und meine Box wurde geöffnet. Im ersten Moment dachte ich mir „Nanu? Soll das jetzt das tolle Zuhause sein, von dem mir alle erzählt haben!?“. Erst dann merkte ich, dass vor meiner Box eine weitere Box stand und die Zweibeiner mich offenbar zum Umsteigen animieren wollten. Animieren… tz! Ich bin doch eine mutige Dame! Also bin ich in die andere Box gelaufen. Ich wollte dem Umzug ins neue Heim ja nicht im Wege stehen! Es folgte eine weitere Stunde auf der Autobahn. Da ich auf dem Beifahrersitz saß, konnte ich meine neue Menschenmama schon ganz genau beobachten. Und wisst ihr was? Sie hat mich auch schon die ganze Zeit angeschaut! Ab und zu, habe ich mein Näschen durch die Box gesteckt, um das Zweibein besser riechen zu können, da hat es immer so was wie „oh du bist so süß!“ gequietscht. Das waren also die ersten Augenblicke mit meiner Mama. Nun aber zum wesentlichen… Und plötzlich war da Harry. Im neuen Zuhause angekommen durfte ich zunächst ganz in Ruhe im neuen Zuhause ankommen. Schon nach kurzer Zeit verließ ich meine Box und erkundete den Raum. Da ich so neugierig und aufgeschlossen war, sagte meine neue Mama, es sei an der Zeit, jemanden kennenzulernen. „Herrje! Jemanden kennenlernen? Hoffentlich ist dieser Jemand nett!“. Das waren meine Gedanken, als Mama mich in einen anderen Raum trug. Liebe Leser, ich sage euch! Mein Herz schlug wie verrückt! Dann saß ich da, versteckt unter einem Pappkarton und wartete ab, was wohl als nächstes passiert. Jaja, ich gebe es ja zu! In dem Moment war ich nicht mehr ganz so mutig. Aber dann! Dann sah ich IHN! Den schönsten Kaninchenjungen, den ich in meinem ganzen Leben gesehen habe! Groß. Stattlich gebaut. Schwarzes Fell mit weißen Pfoten und Ohren. Ich war sofort verliebt! Ich glaube, er mochte mich auch direkt, denn schon nach kurzer Zeit lagen wir – dicht aneinander gekuschelt – unter UNSEREM Pappkarton! Einzug bei Harry! Schon einige Stunden nach unserem ersten Treffen fragte Harry mich, ob ich bei ihm einziehen will. Ja ich weiß… sowas macht man nicht! Aber hey! Habt ihr mal sein Zimmer gesehen? Also naja, eigentlich ist es ja das Wohnzimmer von den Menschen, aber Harry hat da ein riesiges Haus stehen mit einem Hasi-Eingang! Und es gibt ein Kaninchen-Bad, eine Kaninchen-Küche, eine große Kiste mit Sand zum Buddeln und sogar einen Balkon! Also ich bitte euch! Wer da nein sagt, ist schön doof! Also bin ich eingezogen! Und ich bereue es keine Sekunde! 

Mein erstes Weihnachtsfest! Kurz nach meinem Einzug stand auch schon die Weihnachtszeit vor der Tür. Liebe Leser, ob ihr es glaubt oder nicht! Harry und ich hatten unseren eigenen Adventskalender! Das hätte ich mir in meinem alten Leben, in meinen schönsten Träumen, nicht ausgemalt! Aber ich sage euch, so war es! Jeden Tag gab es ein paar Extraleckerchen für uns! Und als ob das noch nicht genug wäre, stand da plötzlich dieser Baum! Bio-Baum – wie Mama immer wieder betonte. Der schmeckte nicht nur wunderbar, sondern lud auch zu gemeinsamen Kuschelstunden ein! 

Die Freiheit genießen… ... ich sage euch, liebe Leser, das tue ich! Manchmal, wenn ich Geräusche höre, die ich nicht kenne oder jemand eine plötzliche Bewegung macht, habe ich Angst und verfalle in Panik. Dann renne ich, schneller als meine Beinchen mich tragen können und verstecke mich in meinem Haus. Mama sagt immer, ich soll nicht so hektisch sein, schließlich habe ich mir bei so einer Fluchtaktion schon einmal das Bein gezerrt. Und das war verdammt schmerzhaft, sag ich euch. Aber ansonsten kann ich mich über mein neues Leben wirklich nicht beschweren! Jeden Tag gibt es mehrmals frisches Futter und vor kurzem habe ich das erste Mal frische Wiese probiert! Oh die ist sooooo lecker! Und wir haben wirklich Glück! Mama zieht jeden Tag los und sammelt zwei große Tüten für uns! 

Frische Luft und Sonnenschein! Frische Luft und Sonnenschein? Das mag jetzt für euch Leser nach einer Kleinigkeit klingen, aber für mich ist es das tollste, was es gibt! Jetzt im Sommer liege ich am liebsten den ganzen Tag auf dem Balkon und genieße die Sonne und die frische Luft! Harry ist ein alter Stubenhocker und kommt meistens nur raus, um was zum Essen zu klauen (da steht nämlich Mamas Wiesen-Vorrat). Aber ich hab auch gern ein paar Stunden nur für mich allein. 

Das Erste Mal Gras unter den Pfoten… … hatte ich, nachdem wir endlich gegen RHD2 geimpft waren! Mama hat uns im Garten ein großes Gehege aufgebaut. Hier kann man super flitzen und Haken schlagen! Aber auch sonnen und entspannen! Bei unserem ersten Ausflug in den Garten war ich noch etwas ängstlich… Da waren viele neue Gerüche und Geräusche… aber ich habe ja immer meinen Harry dabei, der mich beschützt und mich beruhigt.

Da sind noch andere Kaninchen! Jaha! Ihr lest richtig! Auch ich dachte am Anfang, Harry und ich seien hier allein. Aber bei einem Streifzug durch die Wohnung habe ich ein verdächtig riechendes Zimmer am anderen Ende des Flures entdeckt! Vorsichtig habe ich meine Nase durch den Spalt zwischen Gitter und Holz an der Tür geschoben und TATSÄCHLICH! Da wohnen noch sechs weitere Kaninchen! In meiner unmittelbaren Nachbarschaft! Ich sage euch, die sehen aus! Alle so klein, vielleicht gerade mal so groß wie Harrys Kopf! Da ist eine schwarze Dame, die immer direkt ans Gitter gelaufen kommt, wenn ich da bin, und daran reißt. Ich glaube, die mag mich nicht… Dann sind da noch vier braune Kaninchen, die fast gleich aussehen… müssen wohl Geschwister sein. Also ich kann euch da nicht sagen, wer wer ist. Und dann habe ich noch einen ganz kleinen weiß-grauen Kaninchenmann entdeckt. Der sieht wirklich hübsch aus! Aber ich sehe ihn immer nur von weitem, weil er nie ans Gitter kommt. Ich glaube, er ist schon alt… Als wir im Garten waren, waren die anderen im Gehege direkt neben uns, da konnte ich sie alle mal richtig begutachten! Sonst ist immer das doofe Holzbrett im Weg! Schaut mal – das sind die sechs! Ich würde die anderen wirklich mal gerne näher kennenlernen, aber Mama sagt, dass sei keine so gute Idee! Sie hat mir dann erzählt, dass Harry mal eine kurze Zeit bei den anderen gelebt hat… und die waren ganz gemein zu ihm! Seither fehlt Harry ein kleines Stück in seinem schönen Öhrchen! Das ist mir von Anfang an aufgefallen, aber ich habe mich nicht getraut zu fragen…

Mein Blick in die Zukunft! Wenn ich in die Zukunft blicke, hoffe ich auf viele Jahre mit Harry und meinen Zweibeinern! Oft höre ich Mama davon reden, dass sie gern ein Haus und einen großen Garten hätte und dass wir dann unser eigenes kleines Paradies bekommen! Wäre das nicht toll? Aber auch, wenn das nicht passieren sollte, so lebe ich doch in meinem kleinen Paradies! Ein Leben wie dieses… das war damals im Labor mein größter Traum! So, und nun möchte ich euch danken, dass ihr meine Geschichte gelesen habt! Natürlich war das nur ein kleiner Ausschnitt aus meinem Leben, aber wenn ihr mehr von mir lesen möchtet, dürft ihr gern bei Facebook die Seite „Pott-Kaninchen 44319“ besuchen. Dort findet ihr viele Bilder von Harry und mir! Haltet die Ohren steif, EURE Hermine

Alma

Halllllooooo ich bin Alma.

Ich bin immer mit Sonnenaufgang putzmunter. Meine Menschling-Mama nicht. Ich helfe ihr immer beim wach-werden. Erst muss ich einmal Lotte durch die Küche jagen (die mag ich nicht so, die ist so klein). Der Menschling-Papa sagt dann immer, Alma macht Morgensport. Weil wenn ich die Lotte jage, dann wird der Herr Nielsson muckelig und muss mich jagen (der liebt seine Lotte, ich find den ganz ok aber den muss ich auch ab und zu zwicken). Und wenn ich gejagt werde kommt der Elvis ausm Schlafzimmer geschossen und muss den Herrn Nielsson jagen. Elvis ist toll! Ich lieeeeebe Elvis! Ja aber glaubt ihr mal die Menschling-Mama steht dann auf? Nein. Also gehe ich dann erstmal zu meinem Pappkarton und schmeiße den durch den Flur und dann rüttel ich an den Gitterstäben von dem Ding an der Tür zum Schlafzimmer. Voll gemein. Ich liebe das Schlafzimmer. Aber ich darf da nicht mehr rein. Weiß gar nicht wieso. Ich habs eigentlich nur viel schöner und gemütlicher gemacht. Den Teppich etwas frisiert, für besseren Geruch gesorgt und auf die Menschling-Mama drauf gesprungen und so. Der Elvis darf rein. Ich nicht. Aber immerhin steht dann die Menschling-Mama mal auf. Man muss dann aber aufpassen. Immer hinterher bei ihr. Ins Bad und gucken was die macht. Ein bisschen anstupsen und Bein hochklettern. Vor allem wenn die Menschling-Mama schon die Büroklamotten anhat, dann muss ich erst recht hochklettern. Geht ja nicht dass die Kollegen vom ihr nicht wissen welche Fellfarbe ich habe.

Oar und dannnn, dann gibt’s Frühstück. Ich bin dann so aufgeregt und helfe die leckeren Sachen ausm Kühlschrank zu holen. Und dann und dann, dann gibt es gaaaanz besonders leckere Sachen. Die hole ich aus der Hand ab und gebe Küsschen. Ich mag voll gerne Äpfel und Bananen. Aber immer viel zu wenig L Danach muss ich mich im Poolhaus ausruhen, das mag ich am liebsten, in der Villa sitzen immer Lotte und Herr Nielsson. Ja und dann geht die Menschling-Mama weg. Meistens kommt sie erst spät abends wieder. Ich lege mich dann meistens ins Bad zum Schlafen. Das ist so schön warm von unten. Manchmal gibt es Tage da kommt die Menschling-Mama mit Taschen voll mit leckeren Sachen kurze Zeit später wieder. Und dann gibt es ein 2. Frühstück! Die Tage sind toll. Da ist die Menschling-Mama tagsüber da und dann ist das Wohnzimmer auf. Sonst ist das Wohnzimmer immer nur abends auf. Das Wohnzimmer ist toll. Da bin ich gerne. Manchmal Kuschel ich hier mit Elvis. Elvis mag das Wohnzimmer auch gerne. Ich kann hier aber auch Stundenlang ausruhen. Ist schließlich ganz schön anstrengend morgens meine Menschling-Mama wach zu bekommen. Manchmal muss ich ein bisschen die Stuhlbeine, Fensterrrahmen, Tapete, Teppich und so probieren ob sie noch so wie vorher schmecken. Dann wird meine Menschling-Mama immer böse auf mich. Ich verstehe das gar nicht. Ich will doch nur gucken ob die Dinge vom Geschmack her noch gut sind. Ich mache dann etwas Füße stupsen und auf Füße setzen. Dann ist sie nicht lange böse auf mich. Meine Menschling-Mama mag meine Pfötchen. Ja aber wenn ich aufs Parkett pullere, dann darf ich den ganzen Tag nicht mehr ins Wohnzimmer. Werde dann immer wieder rausgeschickt. Dann bin ich ganz doll traurig. Manchmal rutscht mir dann noch ein möp raus, so wie ganz am Anfang als ich hier eingezogen bin. Oft gehe ich dann gucken ob das Schlafzimmer offen ist. Hihihi. Meistens ist es das auch! Ahhh und dann, dann  muss ich zu allererst sicherstellen dass der Elvis merkt das ich hier war. Der Elvis hat hier ein Körbchen, da lege ich mich dann rein. Wenn das Schlafzimmer nicht offen ist, dann gehe ich in meine Buddelkiste und mache ordentlich krach. Bis die Menschlinge von unten klopfen und Fragen was meine Menschling-Mama grad komisches macht.  

Abends wenn meine Menschling-Mama normalerweise wieder kommt, dann geht sie sofort wieder mit einer Tüte, und kommt dann wieder mit gaaaanz leckeren Kräutern. Ich liebe Kräuter. Das ist voll neu für mich. Am Anfang war ich skeptisch, aber der Herr Nielsson hat voll reingehauen und mir gezeigt was lecker ist. Und ja dann kocht sich die Menschling-Mama ihr Abendessen, dabei helfe ich auch. Auch beim durch die Küche fegen und Toilette sauber machen. Ich helfe sehr viel im Haushalt.

Manchmal sind abends Freunde von der Menschling-Mama da, die lachen dann ganz laut. Die die öfter da sind die mag ich, dann bin ich auch im Wohnzimmer. Ich mag gerne dabei sein. Aber die die ich nicht kenne, da bleibe ich lieber in meinem Poolhaus. Ich mag dann auch kein Leckerchen von denen. An normalen Abenden gucken wir alle Fernsehen, machen zusammen Yoga (Yogamatten sind toll, auf meine Menschling Mama beim Yoga machen klettern ist toll!) oder ich schaue mir an was meine Menschling-Mama grad malt. Ich male auch gerne selbst. Einmal bin ich durch ein Bild durch gelaufen und habe überall Pfotenabdrücke hinterlassen. Am Anfang war meine Menschling-Mama nicht so froh darüber, aber zum Glück hat sie schnell gesehen dass in mir ein Talent schlummert.

Also wenn ich groß bin dann könnte ich Künstler werden. Oder Tophoppel. Mein Menschling-Opa hat nämlich gesagt, ich bin das schönste Kaninchen, das er je gesehen hat. 

 Alex

Ein solches Leben wünschen wir allen Laboris